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15 August 2026

Austria 

NAMASTE UND SERVUS

 


Liebe Freunde,


Einen ausführlichen Bericht über die Sherpas in Kärnten hat die Kleine Zeitung veröffentlicht. Redakteur Andreas Kanatschnig hat sich das Leben einiger Sherpas in Kärnten angesehen und darüber

geschrieben. Wie ich schon öfter erwähnt habe, kommen seit vielen Jahren Sherpas aus Nepal nach Österreich, um hier zu arbeiten. Die Initiative dazu wurde vor über 30 Jahren von Gertrude Reinisch ins Leben gerufen und hat sich inzwischen fest etabliert. Viele meiner Freunde und auch einige Mitarbeiter verbringen den Sommer in Österreich – die meisten arbeiten auf Hütten oder in der Landwirtschaft.

Ein besonders bekannter Sherpa arbeitet bei der Strobl’s Backstube GmbH. Gemeinsam mit vier weiteren Sherpas unterstützt er den Betrieb und lernt dabei das Leben in Österreich intensiv kennen. Ein herzliches

Dankeschön an die Firma Strobl, die diese Möglichkeit mit großem Engagement und viel Herz bietet. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt in Afritz – einem Ort, aus dem Olympiasieger, Weltmeister und sehr erfolgreiche Skifahrer stammen.

Vielleicht erklärt das auch die besondere Offenheit für diese Form der Unterstützung.

Mein Dank gilt ebenso Andreas Kanatschnig für die sorgfältige Recherche und die wertschätzende

Darstellung.



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Everest-Legende in einer Kärntner Backstube


Sie arbeiten in Bäckereien, in der Hotellerie oder in der Landwirtschaft: Nepalesen und Nepalesinnen zieht

es nach Kärnten. Einer davon ist Pasang Tendi Sherpa, der auf allen 8000ern der Welt stand.


Von Andreas Kanatschnig


Der nepalesische Höhenbergsteiger Pasang Tendi Sherpa (37) ist einiges gewöhnt. Er gehört zu den ganz wenigen Menschen, die auf allen 14 8000ern standen. Doch in diesem Sommer hat es ihn nach Kärnten verschlagen, wo er in der Bäckerei Strobl in Afritz arbeitet: „Das ist viel sicherer.“ Wie viel sicherer es in der Bäckerei ist, sieht man am schrecklichen Unglück von Nirmal Purja und neun weiteren Bergsteigern seines

Unternehmens „Elite Expeditions“. Pasang Tendi, aus der Volksgruppe der Sherpa, arbeitet seit vielen Jahren als Bergführer für Purjas Firma und war insgesamt 32 Mal auf einem 8000er. Eine unvorstellbare Leistung. In der Welt des Alpinismus ist er ein leuchtendes Beispiel für die großen Leistungen, die man mittlerweile in Nepal im Höhenbergsteigen vollbringt. Ohne Menschen wie ihn würden die Hundertschaften an 8000er-Touristen und Touristinnen es nie auf die Gipfel der höchsten Berge der Welt schaffen. Aber Pasang Tendi hat sich in

diesem Sommer für Kärnten entschieden, um hier während der Zeit außerhalb der Frühjahrs- und Herbstsaison in Nepal einen sicheren Job zu haben. Sein Chef Nirmal Purja kam leider in einer Lawine ums Leben.


In Strobls Backstube in Afritz sind Marie-Therese und ihr Bruder Martin Strobl sehr zufrieden mit Pasang

Tendi, der auf Initiative von Buddhi Maya Sherpa nach Kärnten gekommen ist. Buddhi ist mit dem Kärntner Markus Appenzeller verheiratet, sie haben gemeinsam ein Kind, Sohn Michael, und sie bietet in Nepal mit ihrer Firma „Sunshinetreks“ Trekking-Touren an. Buddhis Initiative ist es zu verdanken, dass jedes Jahr viele Nepalesen und Nepalesinnen in Kärnten eine Arbeit finden: „Die Bergsaison ist in Nepal sehr kurz“, sagt sie. Die 8000er-Saison oder das Trekking werden zwischen März und Mai sowie Oktober und November angeboten. In diesem Sommer hat die in Klagenfurt lebende Buddhi Maya gut ein Dutzend Leute aus Nepal nach

Kärnten geholt.

Sie selbst kommt aus Zarok bei Namche Bazaar, das Einfallstor für alle Expeditionen und Trekking-Touren zum Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt. „Ich war schon zehn Mal auf dem Gipfel des Mount Everest“, sagt

Pasang Tendi. Wenn er das sagt, ist er weder übertrieben stolz noch überschwenglich: „Es ist mein Beruf, es war auch nie mein Ziel, alle 14 8000er zu besteigen, aber im Zuge meines Berufes als Höhenbergführer ist es passiert.“ Und noch bevor das schlimme Unglück mit Nirmal Purja geschah, sagte er:

„Lawinen sind das größte Problem.“


Mit der Höhe und der schweren Arbeit hat Pasang Tendi nie Probleme gehabt: „Wir tragen für die Kundinnen und Kunden alles hoch. Von der Sauerstoffflasche über das Zelt bis zur Matratze.“ Jedes Jahr kommen mehr Bergtouristinnen und Bergtouristen nach Nepal: „Wir haben mittlerweile viel mehr Komfort in den Base-Camps, auch die Rettungskette ist schneller geworden.“ In Strobls Bäckerei ist er gar nicht der einzige aus

Nepal, auch die 23-jährige Pasang Tiki Sherpa und die 30-jährige Kami Yangjee Sherpa arbeiten für die Firma Strobl. Sie sind bereits das dritte Mal in Kärnten. „Für uns ist das eine sehr gute Erfahrung, in der Bäckerei zu arbeiten“, sagt Kami Sherpa, die aus dem Thame-Tal stammt. Auch Pasang Tiki freut sich über die

„neuen Erfahrungen“, die sie hier in Europa machen können. Zu Hause in Kathmandu ist sie gerade dabei, die Schule abzuschließen und Kami arbeitet in einem Krankenhaus. „Wir beide bleiben neun Monate hier und an den Wochenenden sind wir bei Buddhi in Klagenfurt.“

Buddhis Haus verwandelt sich dann in „Klein-Nepal in Klagenfurt“. Draußen im Garten wehen die für diese

Region typischen tibetischen Gebetsfahnen und auf dem Tisch dampfen die nepalesischen Teigtaschen, Momos genannt, die man gemeinsam gekocht hat. „Wir waren auch schon gemeinsam in Grado. Das war für sie der erste Ausflug ans Meer“, erzählt Buddhi Maya, die eine sehr gute Netzwerkerin ist. Sie hat auch ihren Cousin Ang Tsering Sherpa und seine Frau Serki Sherpa nach Kärnten geholt, wo sie heuer in der Hotellerie arbeiten. Auch der Bergführer Phurba Tenzing Sherpa, der bereits zweimal auf dem Mount Everest, weiteren 8000ern

sowie auf schwierigen Bergen wie der Ama Dablam oder der Annapurna IV stand. Auch er arbeitet für „Elite Expeditions“, hier in Kärnten macht er sich auf einem Bauernhof im Rosental nützlich: „Ich bringe Erfahrung aus meiner Heimat mit, weil meine Familie auch Bauern sind. In Nepal haben wir auch Kühe und Yaks.“ Der 30-Jährige lebt in einem kleinen Dorf namens Tarna in der Everest-Region: „Wir leben manchmal in einer Höhe von 4000 Metern“, sagt er. Das ist auch der Grund, warum Sherpas so perfekte Höhenbergsteiger sind. Im

Gegensatz zu den anderen Nepalesen und Nepalesinnen ist er das erste Mal hier. Die Bergwelt gefällt ihm, auch wenn alles doch sehr viel niedriger ist. Ein Bergziel hat er sich auch schon ausgedacht: „Ich möchte auf den Mittagskogel.“ Mit der Höhe wird er auf dem 2145 Meter hohen Berg kein Problem haben – der

Everest ist fast vier Mal so hoch.



 




Danke, Danyabhat,

दान्यभट

See you in Kathmandu

काठमाडौंमा भेटौँला

Namaste

अभिवादन


Buddhi Maya Sherpa

Sunshine Treks (P.) Ltd.

Kathmandu Nepal

T: +9771 - 1 - 4429095

M: +977 985 10 74803

!!! Danke !!!

दान्यभट


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